Vom Körper- SELBST zum psychischen ICH


Das "Developmental Concept" im Kontext der Frühen Hilfen

Was braucht ein Kind, um gesund aufzuwachsen? 

Wie unterstützen wir Fachkräfte am besten seine Entwicklung bzw. die Entfaltung seines Potentials?

Wie unterstützen wir Eltern, die neuen Herausforderungen zu meistern?

 

Nicht erst seitdem der Anspruch auf Inklusive Bildung formuliert wurde, beschäftigt uns Fachkräfte die Frage nach unserem Bildungsverständnis bzw. unserer Rolle in diesem Prozess.

MEHR zu leisten ist für viele Fachkräfte kaum noch möglich. Vielleicht ist es ein veränderter Blickwinkel, sind es transdisziplinäre Methoden, die es uns ermöglichen, unser Knowhow zu erweitern bzw. diesem hohen Anspruch nachkommen zu können.


In diesem Sinne werden wir im Rahmen dieses Webseminars der frühen Wahrnehmungsentwicklung in den ersten Lebensjahren besondere Aufmerksamkeit widmen. Insbesondere die Bedeutung von Berührungen sowohl für die Entwicklung aller Wahrnehmungsbereiche als auch für die sich entwickelnden Kompetenzen im Emotional- und Sozialverhalten, soll thematisiert werden. Wir alle wissen, welche besondere Bedeutung eine sichere Bindung für das Erlernen von Selbstregulation hat und wie diese wichtige Kompetenz das spätere Leben nachhaltig prägt.

Aufgaben als Herausforderungen zu betrachten, meine Gegenüber als Partner erleben zu können oder mich wahrnehmungsoffen zu zeigen und einlassen zu können- alles Fähigkeiten vor dem Hintergrund einer positiven Attribution (Resilienz). Diese frühe Prägung des vegetativen Nervensystems, hebt die Bedeutung der Frühen Kindheit und unsere Arbeit im Bereich der Frühen Bildung besonders hervor. „Ich bin es wert!“ „Ich bin gut so wie ich bin- unabhängig von Leistungen!“

Mit diesem Selbstbild in die Welt zu gehen heißt, unabhängig von den Glaubenssätzen einer anderen Generation aufzuwachsen. Kinder dürfen über ihr eigenes Selbst (Körper), peu a peu ihr psychisches Ich (eigene Bedürfnisse, Intentionen…) entwickeln. Der Erwachsene schafft Möglichkeitsräume und unterstützt das Kind dabei, Informationen zu ordnen und zu strukturieren.

„Gehalten“ und „gesehen“ zu werden- ein seelisches Grundbedürfnis eines jeden Kindes bzw. Menschen…

 

Deshalb wollen wir uns im praktischen Teil des Seminars bewusst in die Handlungsebene begeben. Dem gemeinsamen SPÜREN…, ERLEBEN…, was Berührung bewegt, soll hier Raum gegeben werden. Auf Grund der Einfachheit der vorgestellten Übungen (Handlungsabläufe) ist es den Fachkräften danach möglich, auch den Eltern ähnliche Erfahrungen zu ermöglichen. In diesem Sinne stellt BabyShiatsu eine gute Möglichkeit dar, Beziehungen zwischen Eltern und Kind zu unterstützen und gleichzeitig Gesundheits- und Bildungschancen der Kinder positiv zu beeinflussen.

 

Das erwartet Sie im Detail:

Im theoretischen Teil erläutern wir den Zusammenhang zwischen der entwicklungspsychologischen und der neurophysiologischen Entwicklung und stellen die erweiterten Interventionsmöglichkeiten durch das "Developmental Concept" in Ihrem Arbeitsfeld dar.

Der praktische Teil stellt Übungen und Behandlungsabläufe zur Verfügung, die sowohl Fachkräfte als auch Eltern und ihre Kinder bei Ihrer gesunden (Weiter-) Entwicklung unterstützt.  

Termine:           Modul 1 (Theorie, online) 9. 4. 2021 von 09:00-15:00 Uhr

                          Modul 2 (Praxis, analog, Workshop) 10.06.2021 von 09.00-16:00 Uhr

Buchung über: Landesgeschäftsstelle des Kinderschutzbundes M-V